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Deutschland bzw. das dazu heute dazu zählende Gebiet hat eine über zweitausend Jahre alte Weinkultur. Aber bereits vorher wurde importierter Wein getrunken, was eine in einem keltischen Grab gefundene griechische Weinflasche aus Ton aus der Zeit um 400 v. Chr. beweist. Die ältesten Weinberge befanden sich an den Ufern von Rhein, Neckar und Mosel. Diese Flüsse mit den lang gestreckten Tälern, sowie ihre Nebenläufe sind auch heute noch die klassischen Anbaugebiete. Der Weinbau wurde durch die Kolonisation der Griechen in Gallien begründet und dann durch die römische Kultur zur Vollkommenheit gebracht. Durch die Eroberung von Gallien durch Julius Cäsar (100-44 v. Chr.) gelangte der römische Weinbau vom Rhônetal bis an den Rhein.

Der römische Kaiser Probus (232-282) trug durch fördernde Maßnahmen für die weitere Ausdehnung der Rebflächen bei. Im 5. Jahrhundert war der Weinbau im Gebiet des heutigen Deutschlands bereits so verbreitet, dass Chlodwig (466-511) das so genannte „Salische Gesetz“ erließ, das den Diebstahl eines Rebstocks unter Strafe stellte. Im 6. und 7. Jahrhundert verbreitete sich der Weinbau nach Süd- und Norddeutschland. Der fränkische König Dagobert I. (610-639) ist urkundlich als Schenker von Weingärten an Kirchen bzw. Klöster bezeugt. Ein Weinbau in der Pfalz ist durch eine Urkunde König Siegberts III. aus dem Jahre 653 belegt und im 8. Jahrhundert werden bereits weit über hundert Weinbaugemeinden in der Pfalz erwähnt.

Kaiser Karl der Große (742–814) gab wichtige Impulse, denn er ließ dichte Wälder roden und mit Rebstöcken aus Ungarn, Italien, Spanien, Lothringen und der Champagne bepflanzen. Er erließ erste Gesetze und gab die Erlaubnis, den selbsterzeugten Wein in Buschenschanken zu verkaufen. Entscheidend für kultivierten Weinbau waren die Zisterzienser, der in Europa tausende Klöster gründeten und sich professionell mit Weingartenpflege, Rebsortenauswahl und Weinbereitung beschäftigten. Im Jahre 1136 gründeten zwölf Mönche aus Burgund das berühmte Kloster Eberbach im Rheingau. In den nächsten 100 Jahre entstanden zwischen Worms und Köln 200 Niederlassungen am Rhein. Im 12. und 13. Jahrhundert war das Kloster mit seinen Ablegern sozusagen das größte Weinbau-Unternehmen der Welt. Zunächst pflanzten die Mönche aus dem Burgund mitgebrachte Weinreben, vor allem Rotweinsorten. Sie erkannten aber bald, dass im Rheingau Weißweinsorten am besten gediehen.

Im Hochmittelalter (1050-1250) reichten durch die Auswirkungen der Mittelalterlichen Warmzeit die Anbaugrenzen etwa 200 m höher als heute, so dass Landwirtschaft und Weinbau eine große Ausdehnung erfuhren. Die größte Rebfläche wurde dann im 15. Jahrhundert mit rund 400.000 Hektar erreicht (etwa viermal so viel wie heute). Damals zählte allerdings das Elsass mit umfangreichen Rebflächen hinzu. Die Weingärten befanden sich aber hauptsächlich in niedrig gelegenen Flachlagen durch Rodung stark bewaldeter Flächen im nördlichen Franken. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) hinterließ so wie im übrigen Europa Zerstörungen in apokalyptischem Ausmaß, von denen sich der deutsche Weinbau nur sehr langsam erholte. Viele vormalige blühende Weingebiete wie Bayern, Nord-, Ost- und Mitteldeutschland wurden gar nicht mehr mit Rebstöcken bepflanzt. Aber auch das Aufkommen von Bier als Massengetränk setzte dem Weinbau stark zu. Der Wein wurde immer rarer und teurer. Im Jahre 1563 war ein Stück Rheinwein (1.200 Liter) noch für 300 Goldtaler zu haben, einige Jahre später 500 Goldtaler.

Weitere Rückschläge mit Kälteperioden und daraus resultierenden vielen Missernten gab es durch die Auswirkungen der Kleinen Eiszeit (1450-1850) mit besonders kalten Zeitabschnitten von 1570 bis 1630 und 1675 bis 1715. Dessen ungeachtet nahm ab Beginn des 18. Jahrhunderts der Weinbau wieder Aufschwung. Durch die Säkularisierung der Klöster anfangs des 19. Jahrhunderts traten vor allem Adelige an die Stelle der Mönche, denen der heutige Standard zu verdanken ist. Qualität begann eine große Rolle zu spielen. In diesem Zusammenhang erfolgte 1868 und 1897 die Preußische Lagenklassifikation. Ab Anfang der 1860er-Jahre kam über Deutschland die Reblaus- und die Mehltau-Plage, die wiederum zu schweren Verwüstungen führten.

Während der französischen Revolutionskriege (1792-1815) entstanden aus dem unter (1769-1821) säkularisierten Besitz der Kirche zumeist im Eigentum des Staates befindliche Weinbaudomänen. Zielsetzung dieser „Muster/Lehrweingüter“ war und ist es zum Teil noch heute, moderne weinbauliche Produktionsmethoden zu verbreiten. Dies erfolgte durch die Erprobung neuer Methoden im Weinberg, sowie Produktion und Verbreitung veredelten Pfropfreben. Im Jahre 1892 wurde das erste Weingesetz eingeführt, wo unter anderem noch eine kontrollierte Zuckerung erlaubt war. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es durch die beiden Weltkriege eine große Rezession und die Rebfläche schrumpfte bis 1945 auf unter 50.000 Hektar. Der Weinhandelsexport erreichte einen Tiefststand. Ab den 1950er-Jahren vollzog sich dann langsam ein positiver Wandel.

Die deutschen Weinbaugebiete gehören zu den nördlichsten der Welt und befinden sich damit im Grenzbereich zwischen dem feuchtwarmen Golfstromklima im Westen und dem trockenen Kontinentalklima im Osten. Die zum Teil sehr unterschiedlichen Böden bestehen aus Basalt, Buntsandstein, Fels, Löss, Muschelkalk, Porphyr, Schiefer und Vulkangestein. Die besten Weinberge liegen im Norden. 

Deutscher Wein unterscheidet sich von Wein aus anderen Ländern durch seine Leichtigkeit, Spritzigkeit und Fruchtigkeit. Die lange Vegetationszeit und die geringe Sommerhitze machen die Weine filigran und nicht zu alkoholreich. Das Geheimnis liegt in der guten Ausgewogenheit von Süße und Säure; in Verbindung mit dem geringeren Alkoholgehalt ergibt dies eine besondere Rasse. Die Weine zeichnen sich nicht selten durch eine erstaunliche Langlebigkeit aus. Über 140 Rebsorten sind offiziell zugelassen, Marktbedeutung hat davon jedoch davon nur ein gutes Dutzend. In den letzten Jahren hat sich der Rebsortenspiegel stark verändert. Knapp zwei Drittel der Rebsorten sind Weißwein- und ein gutes Drittel mit steigender Tendenz Rotweinsorten. Die häufigste Rebsorte Deutschlands ist nach wie vor mit über einem Fünftel Anteil der Riesling.

Deutschland bzw. das dazu heute dazu zählende Gebiet hat eine über zweitausend Jahre alte Weinkultur. Aber bereits vorher wurde importierter Wein getrunken, was eine in... mehr erfahren »
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Deutschland bzw. das dazu heute dazu zählende Gebiet hat eine über zweitausend Jahre alte Weinkultur. Aber bereits vorher wurde importierter Wein getrunken, was eine in einem keltischen Grab gefundene griechische Weinflasche aus Ton aus der Zeit um 400 v. Chr. beweist. Die ältesten Weinberge befanden sich an den Ufern von Rhein, Neckar und Mosel. Diese Flüsse mit den lang gestreckten Tälern, sowie ihre Nebenläufe sind auch heute noch die klassischen Anbaugebiete. Der Weinbau wurde durch die Kolonisation der Griechen in Gallien begründet und dann durch die römische Kultur zur Vollkommenheit gebracht. Durch die Eroberung von Gallien durch Julius Cäsar (100-44 v. Chr.) gelangte der römische Weinbau vom Rhônetal bis an den Rhein.

Der römische Kaiser Probus (232-282) trug durch fördernde Maßnahmen für die weitere Ausdehnung der Rebflächen bei. Im 5. Jahrhundert war der Weinbau im Gebiet des heutigen Deutschlands bereits so verbreitet, dass Chlodwig (466-511) das so genannte „Salische Gesetz“ erließ, das den Diebstahl eines Rebstocks unter Strafe stellte. Im 6. und 7. Jahrhundert verbreitete sich der Weinbau nach Süd- und Norddeutschland. Der fränkische König Dagobert I. (610-639) ist urkundlich als Schenker von Weingärten an Kirchen bzw. Klöster bezeugt. Ein Weinbau in der Pfalz ist durch eine Urkunde König Siegberts III. aus dem Jahre 653 belegt und im 8. Jahrhundert werden bereits weit über hundert Weinbaugemeinden in der Pfalz erwähnt.

Kaiser Karl der Große (742–814) gab wichtige Impulse, denn er ließ dichte Wälder roden und mit Rebstöcken aus Ungarn, Italien, Spanien, Lothringen und der Champagne bepflanzen. Er erließ erste Gesetze und gab die Erlaubnis, den selbsterzeugten Wein in Buschenschanken zu verkaufen. Entscheidend für kultivierten Weinbau waren die Zisterzienser, der in Europa tausende Klöster gründeten und sich professionell mit Weingartenpflege, Rebsortenauswahl und Weinbereitung beschäftigten. Im Jahre 1136 gründeten zwölf Mönche aus Burgund das berühmte Kloster Eberbach im Rheingau. In den nächsten 100 Jahre entstanden zwischen Worms und Köln 200 Niederlassungen am Rhein. Im 12. und 13. Jahrhundert war das Kloster mit seinen Ablegern sozusagen das größte Weinbau-Unternehmen der Welt. Zunächst pflanzten die Mönche aus dem Burgund mitgebrachte Weinreben, vor allem Rotweinsorten. Sie erkannten aber bald, dass im Rheingau Weißweinsorten am besten gediehen.

Im Hochmittelalter (1050-1250) reichten durch die Auswirkungen der Mittelalterlichen Warmzeit die Anbaugrenzen etwa 200 m höher als heute, so dass Landwirtschaft und Weinbau eine große Ausdehnung erfuhren. Die größte Rebfläche wurde dann im 15. Jahrhundert mit rund 400.000 Hektar erreicht (etwa viermal so viel wie heute). Damals zählte allerdings das Elsass mit umfangreichen Rebflächen hinzu. Die Weingärten befanden sich aber hauptsächlich in niedrig gelegenen Flachlagen durch Rodung stark bewaldeter Flächen im nördlichen Franken. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) hinterließ so wie im übrigen Europa Zerstörungen in apokalyptischem Ausmaß, von denen sich der deutsche Weinbau nur sehr langsam erholte. Viele vormalige blühende Weingebiete wie Bayern, Nord-, Ost- und Mitteldeutschland wurden gar nicht mehr mit Rebstöcken bepflanzt. Aber auch das Aufkommen von Bier als Massengetränk setzte dem Weinbau stark zu. Der Wein wurde immer rarer und teurer. Im Jahre 1563 war ein Stück Rheinwein (1.200 Liter) noch für 300 Goldtaler zu haben, einige Jahre später 500 Goldtaler.

Weitere Rückschläge mit Kälteperioden und daraus resultierenden vielen Missernten gab es durch die Auswirkungen der Kleinen Eiszeit (1450-1850) mit besonders kalten Zeitabschnitten von 1570 bis 1630 und 1675 bis 1715. Dessen ungeachtet nahm ab Beginn des 18. Jahrhunderts der Weinbau wieder Aufschwung. Durch die Säkularisierung der Klöster anfangs des 19. Jahrhunderts traten vor allem Adelige an die Stelle der Mönche, denen der heutige Standard zu verdanken ist. Qualität begann eine große Rolle zu spielen. In diesem Zusammenhang erfolgte 1868 und 1897 die Preußische Lagenklassifikation. Ab Anfang der 1860er-Jahre kam über Deutschland die Reblaus- und die Mehltau-Plage, die wiederum zu schweren Verwüstungen führten.

Während der französischen Revolutionskriege (1792-1815) entstanden aus dem unter (1769-1821) säkularisierten Besitz der Kirche zumeist im Eigentum des Staates befindliche Weinbaudomänen. Zielsetzung dieser „Muster/Lehrweingüter“ war und ist es zum Teil noch heute, moderne weinbauliche Produktionsmethoden zu verbreiten. Dies erfolgte durch die Erprobung neuer Methoden im Weinberg, sowie Produktion und Verbreitung veredelten Pfropfreben. Im Jahre 1892 wurde das erste Weingesetz eingeführt, wo unter anderem noch eine kontrollierte Zuckerung erlaubt war. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es durch die beiden Weltkriege eine große Rezession und die Rebfläche schrumpfte bis 1945 auf unter 50.000 Hektar. Der Weinhandelsexport erreichte einen Tiefststand. Ab den 1950er-Jahren vollzog sich dann langsam ein positiver Wandel.

Die deutschen Weinbaugebiete gehören zu den nördlichsten der Welt und befinden sich damit im Grenzbereich zwischen dem feuchtwarmen Golfstromklima im Westen und dem trockenen Kontinentalklima im Osten. Die zum Teil sehr unterschiedlichen Böden bestehen aus Basalt, Buntsandstein, Fels, Löss, Muschelkalk, Porphyr, Schiefer und Vulkangestein. Die besten Weinberge liegen im Norden. 

Deutscher Wein unterscheidet sich von Wein aus anderen Ländern durch seine Leichtigkeit, Spritzigkeit und Fruchtigkeit. Die lange Vegetationszeit und die geringe Sommerhitze machen die Weine filigran und nicht zu alkoholreich. Das Geheimnis liegt in der guten Ausgewogenheit von Süße und Säure; in Verbindung mit dem geringeren Alkoholgehalt ergibt dies eine besondere Rasse. Die Weine zeichnen sich nicht selten durch eine erstaunliche Langlebigkeit aus. Über 140 Rebsorten sind offiziell zugelassen, Marktbedeutung hat davon jedoch davon nur ein gutes Dutzend. In den letzten Jahren hat sich der Rebsortenspiegel stark verändert. Knapp zwei Drittel der Rebsorten sind Weißwein- und ein gutes Drittel mit steigender Tendenz Rotweinsorten. Die häufigste Rebsorte Deutschlands ist nach wie vor mit über einem Fünftel Anteil der Riesling.

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