Château Margaux

Das Château Margaux liegt im Gebiet Médoc bei Bordeaux und erzeugt einen der teuersten Rotweine der Welt. Den Titel „Premier Grand Cru“ trägt Château Margaux seit 1855.

Die Ursprünge des Gutes finden sich im Mittelalter, urkundlich erwähnt wird das Weingut erst im späten 15. Jahrhundert. Der eigentliche Weinberg wurde zwischen 1572 und 1582 vom damaligen Eigentümer Pierre de Lestonnac durch systematische Käufe begründet. Zur Familie Pontac, einer der führenden Bordelaiser Familie, der auch das Château-Haut-Brion gehörte, kam das Weingut Margaux durch Heirat. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts ist auch der Wein von Margaux unter seinem Namen in England bekannt.

Die Weinbereitung machte im 18. Jahrhundert große Fortschritte. So wurden erstmals ausschließlich blaue Trauben für den Rotwein verwendet, und die Lese erfolgte erst, nachdem der morgendliche Tau abgetrocknet war. Zu den Weinliebhabern des Château Margaux zählten damals der britische Premierminister Walpole und der amerikanische Präsident T. Jefferson, damals noch Botschafter. In einem Schreiben von 1787 bescheinigt Jefferson den Weinen den Rang eines Premier Cru.

Während der französischen Revolution wurde das Weingut beschlagnahmt, konnte aber von der letzten Erbin zurückgekauft werden. 1804 war sie aber wegen großen Schulden gezwungen, das Gut wieder zu verkaufen. In den folgenden 170 Jahren ging das Château Margaux durch die Hände von Bankiers und Handelshäusern. 1921 gründeten die Eigentümer eine Aktiengesellschaft, die Société vinicole de Château Margaux. Von 1937 bis 1961 werden neben den eigenen Weinen auch die Produkte eines Wettbewerbers in den Kellern von Margaux verarbeitet. In den 1960er-Jahren setzte ein langsamer Niedergang des Château Margaux ein. Die Eigentümerfamilie Ginestet griff zu wenig angesehenen Praktiken wie dem Verschnitt verschiedener Jahrgänge. Die Rezession infolge der Ölkrise von 1973 erhöhte den Druck auf das Unternehmen Ginestet, sodass Château Margaux 1975 zum Verkauf stand.

1977 erwarb der aus Griechenland stammende Unternehmer Mentzelopoulos das Château Margaux, einschließlich der noch im Keller liegenden Jahrgänge 1974, 1975 und 1976. Da es zu dieser Zeit ein Gesetz gab, das die Premier-Châteaux zu den nationalen Kulturgütern zählt, musste der Käufer erst als Franzose eingebürgert werden, bevor er ins Grundbuch eingetragen wurde. Beraten vom berühmten Bordelaiser Önologen Peynaud investierte er große Summen in Keller und Weinberg. Zur Verbesserung der Qualität des „Grand Vin“ führte er wieder den Zweitwein „Pavillon Rouge“ ein. Der Jahrgang 1978 markiert die Renaissance des Château Margaux. André Mentzelopoulos starb Ende 1980. Seine Frau Laura und seine Tochter Corinne verkauften um 1990 die Aktien des Château Margaux an ein luxemburgisches Unternehmen, bei der die italienische Familie Agnelli (Fiat) wesentliche Anteile besitzt. Im Jahr 2003 übernahm Corinne Mentzelopoulos den 75-Prozent-Anteil der Erben von Angeli für geschätzte 350 Mio. Euro, womit das Château Margaux als einer der teuersten Grundbesitzungen Frankreichs gelten kann.

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Chateau Margaux Bordeaux

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