9 Dinge, die Du über Wein wissen solltest

1. WIE WIRD WEIN HERGESTELLT?


WEIßWEIN

Zunächst werden die Trauben maschinell oder per Hand von ihren Stielen befreit und anschließend zerdrückt. Dabei entsteht ein dickflüssiges Gemisch aus Fruchtfleisch, Schale, Saft und Kernen, die Maische. Diese ruht für einige Stunden und wird im Anschluss gepresst – daraus entsteht der sogenannte Most.
Nachdem der Most geschwefelt wurde, um dem Verderb entgegenzuwirken, wird er in Gärbehälter abgefüllt. In diesen Behältern setzt unter Zugabe spezieller Hefekulturen die Gärung ein. Hierbei wird der Zucker in Alkohol umgewandelt. Ist der Gärungsprozess abgeschlossen, wird der Wein von der Hefe getrennt. Manche reifen anschließend für einige Monate im Stahltank oder in neuen und alten Holzfässern, zumeist aus Eichenholz.

ROTWEIN

Der Herstellungsprozess von Rotwein unterscheidet sich dazu hauptsächlich in der Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte. So wird beim Rotwein nicht der Most, sondern die Maische vergoren. Hierbei gibt die Traubenhaut dem Wein auch seine rote Farbe. Erst nach der Gärung wird der Rotwein dann gepresst und im Anschluss gereift bzw. gelagert.

2. WOHER BEKOMMT ROSÉ SEINE ROSA FARBE?


Roséweine werden aus Rotweintrauben mit dem Prozess der Weißweinherstellung produziert. Zusätzlich wird die Maische aber etwas stehengelassen. Dadurch erhält der Rosé Farbstoffe der Traubenschalen und somit seine charakterliche rosa Farbe.

3. MUSS GUTER WEIN AUTOMATISCH TEUER SEIN?


Ganz generell lässt sich diese Frage nicht beantworten, denn es gibt viele Faktoren, die den Preis des Weines beeinflussen.

Oft werden Premiumweine zum Beispiel nur in einer geringen Menge produziert und erfordern mehr Arbeit und Zeit als so manch anderer Wein. Aber auch Ernteertrag, Renommee des Weinguts und Art der Lese wirken sich auf den Preis aus.
Doch all das beantwortet nicht die Frage, ob teuer gleich gut ist, zumal gut ein sehr subjektiver Begriff ist. Nach unserer Meinung sollte man für einen guten Wein auf alle Fälle mehr als 5€ investieren und vor allem darauf achten, dass er zur richtigen Situation passt.

4. WARUM KÖNNEN NUR MANCHE WEINE ALTERN?


Ob ein Wein Alterungspotential hat liegt vor allem an seinen Inhaltsstoffen. Grundsätzlich kann man sagen, dass mehr Rotweine als Weißweine lagerungsfähig sind. 

Was haben also manche Weine, dass sie teilweise mehrere Jahrzehnte gelagert werden können? Die Antwort sind Gerbstoffe oder auch Tannine genannt – je mehr der Wein von diesen enthält, desto länger ist er haltbar. Ein hoher Tanningehalt bedeutet aber auch, dass der Wein diese Zeit braucht, um sich zu entwickeln. So ist ein lagerungsfähiger Wein in seinen ersten Jahren teilweise fast ungenießbar. Erst über die Jahre hinweg wird er sanfter und weicher. Das liegt an der Abnahme der Gerbstoffe, deren Struktur sich so verändert, dass größere Molekülkomplexe in Form von Bodensatz auf den Flaschengrund sinken.

Es gibt noch ein paar weitere Einflussfaktoren, wie Sulfide, Säure und Alkoholgehalt, die sich ebenso auf das Lagerungspotential auswirken.

5. WEIN LAGERN?


Du hast dich dazu entschieden, einen Wein für einen besonderen Anlass für längere Zeit aufzuheben? Aber wie ist garantiert, dass er auch wirklich gut erhalten bleibt?

Die einfachste Option ist natürlich der Weinkühlschrank. Dieser ist aber teuer und nimmt viel Platz ein. Wenn du also ein paar einfache Regeln beachtest, solltest du auch ohne Weinkühlschrank keine Probleme haben, einen Wein zu lagern.
Suche dir den kühlsten Ort deiner Wohnung oder deines Hauses. Dort sollte es nach Möglichkeit dunkel und etwas feucht sein – etwa zwischen 60% und 80% Luftfeuchtigkeit. Du solltest beachten, dass der Wein keinen zu großen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Die Temperatur sollte zwischen 10 und 15 Grad liegen.

6. WAS IST EINE CUVÉE?


Grundsätzlich versteht man unter einer Cuvée den Verschnitt aus verschiedenen Rebsorten, Lagen oder Jahrgängen. Verschnitt meint hier aber nicht unbedingt, dass der Winzer die Reste seiner Weinvorräte verwendet und diese vermischt. Der Begriff Verschnitt bezeichnet vielmehr die Komposition von mehreren Rebsorten, die zu einem Wein führt, der die positiven Eigenschaften unterschiedlicher Rebsorten zusammenführt. 

7. IST ROTWEIN GESUND?


Man hört immer wieder, dass ein bis zwei Gläser Rotwein am Tag gesund sein sollen. Tatsächlich gibt es einige Studien die besagen, Rotwein beuge Arteriosklerose (Arterienverkalkung) vor. Dadurch bestehe ein geringeres Risiko an Herzkreislauf-Krankheiten. Außerdem soll Rotwein das Risiko für Alzheimer und Krebs senken und das Immunsystem stärken. Klingt ja alles großartig – da wird man doch gerne zum Rotweintrinker. Doch was ist wirklich dran an dem Mythos?

Zwar zeigen einige Studien genau diesen Effekt an Tierversuchen, doch konnte keiner dieser Effekte tatsächlich in klinischen Studien nachgewiesen werden. So müssen wir diese Frage leider offen stehen lassen. Wir finden, solange Wein in Maßen getrunken wird, sollte man keine Gewissensbisse haben – wer weiß, vielleicht tut man damit seiner Gesundheit etwas Gutes.

8. WAS IST DAS RICHTIGE GLAS?


Bei der Wahl des richtigen Weinglases spalten sich die Meinungen und persönlichen Geschmäcker. Es gibt verschiedene Weingläser für fast jede Rebsorte. Unbestritten haben die unterschiedlichen Formen einen Einfluss auf die Präsenz des Weines, jedoch wollen wir diese Fachsimpelei etwas abschwächen.

Wir wollen dir dazu ein paar Vorschläge und Fakten darlegen.

  1. Je größer und bauchiger das Glas ist, desto mehr Duft/Aroma wird aus dem Wein gewonnen.
  2. Verwende ein Weinglas mit einer dünnen Glaswand. Dies hat einen großen Einfluss auf den Gefühlssinn, aber auch den Anblick des Glases. Bekanntlich schmeckt das Auge ja auch mit.
  3. Verwende auch für einen Weißwein ein nicht zu kleines Glas und für den Rotwein ein etwas Größeres.

Solltest du diese kleinen Hinweise beachten, kannst du bei der Wahl des richtigen Weinglases eigentlich nichts mehr falsch machen.

9. WELCHER WEIN ZU WELCHEM ESSEN?


Als Kriterium für die Auswahl des richtigen Weins zum Essen dient die Struktur des Weines.

Passt der Körper des Weines zum Gehalt des Essens und umgekehrt. So passt ein leichter Weißwein zum Beispiel zu Fischgerichten und ein gehaltvoller Rotwein zu Rindfleisch.

 

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